Das Internet ist für den Journalismus eine große Chance. Aber nur, wenn die wirtschaftliche
Basis auch in den digitalen Vertriebskanälen gesichert bleibt. Das ist derzeit nicht der Fall.
Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür
zu bezahlen. Das bedroht auf die Dauer die Erstellung von Qualitäts-Inhalten und von
unabhängigem Journalismus.
Wir treten deswegen entschieden dafür ein, den Schutz geistigen Eigentums im Internet
weiter zu verbessern.
Freier Zugang zu Webseiten bedeutet nicht zwingend kostenlosen Zugang. Wir
widersprechen all jenen, die behaupten, dass Informationsfreiheit erst hergestellt sei, wenn
alles kostenlos zu haben ist. Der freie Zugang zu unseren Angeboten soll erhalten bleiben,
zum Verschenken unseres Eigentums ohne vorherige Zustimmung möchten wir jedoch nicht
gezwungen werden.
Wir begrüßen deshalb die wachsende Entschlossenheit von Bundesregierung,
Landesregierungen und den im Bundestag vertretenen Parteien, die Rechte von Urhebern
und Werkmittlern weiter an die Bedingungen des Internets anzupassen.
Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben. Gesetzgeber und Regierung auf
nationaler wie internationaler Ebene sollten die geistige Wertschöpfung von Urhebern und
Werkmittlern besser schützen. Ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums muss
verboten bleiben. Am Ende muss auch im World Wide Web gelten: Keine Demokratie
gedeiht ohne unabhängigen Journalismus. Kein Wissen entsteht ohne faire Beteiligung an
seinem wirtschaftlichen Ertrag.
Hamburg, den 8. Juni 2009
Axel Springer AG
Bauer Media Group
Ganske Verlagsgruppe GmbH
Gruner + Jahr AG & Co KG
Spiegel Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co KG Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG
Ansprechpartner für die Presse:
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