"No Future for Paid Content? Medienwirtschaft unter Druck" - das Motto des
dritten Internationalen Mediendialogs Hamburg am 8. Juni ist sprachlich eine
Mischung aus Punk- und Management-Jargon. Die Sache um die es geht, ist ernst:
Immer mehr Menschen informieren sich über das Internet, wollen für die Inhalte,
die sie dort vorfinden, aber nichts zahlen. Auch die Werbeeinnahmen von Sendern
und Verlagen sind im Netz eher bescheiden. Das große Geschäft machen
Suchmaschinen wie Google. So überrascht es nicht, dass Mathias Döpfner, Vorstandschef
des Verlags Axel Springer, in dem auch das Hamburger Abendblatt erscheint, in diesem
Jahr die Eröffnungsrede des Kongresses hält: Er hatte erst kürzlich eine
Leistungsschutzabgabe für Medieninhalte im Internet ins Gespräch gebracht.
Weitere Teilnehmer sind u.a. die Medienmanager Bernd Buchholz (Grunner + Jahr), Scott
McDonald (Condé Nast, New York) und Chefredakteure Giovanni di Lorenzo ("Zeit"), Matthias
Müller von Blumencron ("Spiegel") und Ulrich Reitz ("WAZ") sowie die Staatssekretärin
im Bundeswirtschaftsministerium Dagmar Wöhrl. Bürgermeister Ole von Beust spricht
erstmals nicht nur ein Grußwort. Zur Diskussionsrunde "Braucht die Medienwirtschaft
eine Abwrackprämie?" steuert er das Eingangsreferat bei.
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